Winterdienst seit acht Tagen im Dauereinsatz am Flughafen Frankfurt

Seit Freitag, dem 27. November, ist die Winterdienst-Mannschaft für die Schnee- und Eisräumung auf den Start- und Landebahnen sowie Rollwegen und Flugzeugabstellpositionen im Dauereinsatz. Das Gleiche gilt für die Mitarbeiter der Fraport-Tochtergesellschaft N*ICE, die die Enteisung von Flugzeugen und das Beseitigen von Schneebelag auf den Maschinen verantworten. Dies ist dann ein besonders aufwendiges Verfahren, wenn wässriger Schnee bei sinkenden Temperaturen am Flugzeugrumpf fest friert.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum im Rahmen von Zwölf-Stunden-Schichten 10.000 Arbeitsstunden beim Winterdienst und gleichfalls rund 10.000 Stunden bei der Flugzeugenteisung geleistet. Peter Schmitz, Vorstand Operations der Fraport AG, dankte den Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. „Der Anspruch der Arbeitsteams, den Flughafen trotz widrigster Wetterbedingungen am Laufen zu halten, hat die Beteiligten bis an ihre Belastungsgrenzen geführt. Das ist eine besondere Anerkennung wert.“ Schließlich geht es nicht nur um die Schnelligkeit der geleisteten Arbeit, sondern vor allem um die Gründlichkeit nach internationalen Standards. Denn Sicherheit ist im Luftverkehr oberstes Gebot.

Erst wenn eine Bahn nach der Räumung einen durch Testfahrten ermittelten Reibungskoeffizient aufweist, kann die Flugsicherung die Runway wieder für den Flugbetrieb freigeben. In der Zwischenzeit ist die Kapazität der Start- und Landebahnen natürlich empfindlich beeinträchtigt, was den Verkehrsbetrieb deutlich zähflüssiger macht als bei normalen Wetterlagen.Ähnlich sieht es bei der Flugzeugenteisung aus. Das aerodynamische Profil des Flugzeugs darf durch Schnee- oder Eisbelag in keiner Weise beeinträchtigt werden. Auch dieser Arbeitsschritt bedeutet einen zusätzlichen Zeitaufwand und geht zu Lasten der Bodenzeiten.

Dennoch konnten von den täglich 1.300 bis 1.400 Starts und Landungen in der zurückliegenden Woche 70 bis 90 Prozent abgefertigt werden. Eine zeitweilige komplette Schließung – wie auf einigen anderen europäischen Flughäfen in den letzten Tagen – konnte vermieden werden. Über 300 Mitarbeiter sind im Winterdienst mit 220 schweren Spezialgeräten im Einsatz und bearbeiten rund sieben Millionen Quadratmeter Bahnen und Vorfeldflächen. Hinzu kommen 150 Kilometer Straßen und 250 Kilometer Bürgersteige auf der öffentlichen Seite des Flughafens.

Mehrere zehntausend Liter Auftauflüssigkeit auf Basis von synthetischer Ameisensäure wurden in den letzten Tagen auf den Flugbetriebsflächen eingesetzt; eine Substanz, die biologisch abgebaut wird. Salz darf wegen der Korrosionsgefahr für Flugzeuge nur auf der Landseite eingesetzt werden.

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